eine Ebene nach oben
Stiftung
Führungsgrundsätze



Sie sind hier: Sie befinden sich hier: Stiftung > Leitbild > Führungsgrundsätze
 
Führungsgrundsätze
 
   
Präambel
Unser Führungsstil orientiert sich am Leitbild der Henriettenstiftung. Er ist geprägt von der Überzeugung, dass jeder Mensch eine einmalige, von Gott geschaffene Person ist. Diese Einmaligkeit wollen wir achten. Deshalb ist unsere Umgangsweise von Zugewandtheit und wechselseitigem Respekt geprägt. Ein förderliches Beziehungsklima stärkt auch den Gesundungsprozess und das Geborgenheitsgefühl der Menschen, die sich uns anvertrauen.
Der Mensch ist ein auf Beziehung angelegtes Wesen. Das entspricht der biblischen Tradition, der sich die Henriettenstiftung seit ihrer Gründung im Jahre 1860 verpflichtet hat. Jesus Christus verweist seine Jünger immer wieder auf den Nächsten. Im Mitmenschen begegnen wir ihm selbst. Das kommt besonders in der Rede Jesu zum Ausdruck, in der er sich mit Armen, Kranken und Gefangenen identifiziert. Deshalb haben die Diakonissen der Henriettenstiftung das Leitwort gewählt (Mt. 25, 36):

„Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht.“

Wir sind davon überzeugt, dass mit diesem Auftrag Jesu einem diakonischen Unternehmen eine Aufgabe gegeben ist, die über den Anspruch reinen medizinischen, pflegerischen oder betreuenden Handelns hinaus geht und von der sich dem Unternehmen eine Zukunft eröffnet.
In unserem diakonischen Unternehmen leben und arbeiten wir in gegliederten Strukturen und Arbeitsabläufen. Wir verpflichten uns, diese Vorgaben nicht als Selbstzweck und zur eigenen Vorteilsgewinnung zu missbrauchen, sondern darauf zu achten, in welcher Weise sie der Arbeitseffektivität, der Transparenz, der Beteiligung und der Zufriedenheit aller zugute kommen.
Führen heißt für uns: Vorleben. Bei aller Begrenztheit menschlichen Handelns wollen wir uns an den Führungsgrundsätzen messen lassen. Das gilt gerade für die Bereiche, in denen wir noch auf dem Weg sind oder noch angemessene Instrumente für die Umsetzung eines kooperativen Führungsstils zu entwickeln haben.
Im Folgenden beschreiben wir in den Führungsgrundsätzen, wie wir miteinander umgehen und arbeiten wollen. Sie gelten gleichermaßen für Führungspersonen und Mitarbeitende.
Wir überprüfen in regelmäßigen Abständen die Aktualität der Führungsgrundsätze und reflektieren die Ergebnisse mit den beteiligten Führungspersonen und Mitarbeitenden.

1. Wir führen zielorientiert
  • Aus den Unternehmenskonzepten der Henriettenstiftung ergibt sich die Unternehmensstrategie. Zu deren Umsetzung entwickeln und vereinbaren wir als Führungsperson und Mitarbeitende gemeinsam Ziele für den jeweiligen Arbeitsbereich.
  • Als Führungspersonen treffen wir im Rahmen der vereinbarten Ziele die für unsere Aufgaben relevanten Entscheidungen. Für diese Entscheidungen übernehmen wir die Verantwortung.
  • Als Führungspersonen beraten wir unser Vorgehen und überprüfen die Zielerreichung gemeinsam mit den Mitarbeitenden. Die individuelle Leistung unserer Mitarbeitenden messen wir an den vereinbarten Zielen und Anforderungen. Wir honorieren diese Leistungen im Rahmen der tarifrechtlichen Möglichkeiten.

    2. Wir begegnen einander mit Respekt und Wertschätzung
  • In einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens arbeiten wir als Führungspersonen und Mitarbeitende vertrauensvoll zusammen. Wir nehmen den Einzelnen als Individuum ernst und setzen uns mit den Stärken und Schwächen auseinander.
  • Unser Umgang miteinander ist geprägt durch gegenseitige Achtung und Wertschätzung zwischen Mitarbeitenden, Führungspersonen, Vorstand und Mitarbeitervertretung; dazu gehört es auch, rechtzeitig und angemessen Kritikpunkte zu benennen. Besonders wenn wir Führungsverantwortung tragen, sind wir uns unserer Vorbildfunktion bewusst und nehmen diese Verantwortung aktiv wahr.
  • Wir gehen fair, offen und ehrlich miteinander um und setzen uns mit den anderen unabhängig von ihrer hierarchischen Stellung auseinander.

    3. Wir delegieren und übernehmen Verantwortung
  • Führungsperson ist, wer fähig ist, die Organisation und die Arbeit des ihm anvertrauten Bereichs nach allgemein anerkannten Kriterien von Qualität zu gewährleisten, zu delegieren, seine Mitarbeiter zu ermutigen, anzuleiten und zu koordinieren. Dafür übernimmt die Führungsperson Verantwortung. Wir vertrauen darauf, dass ein Mitarbeitender, der seine Kompetenz für eine Aufgabe täglich beweist, die Verantwortung für sein Handeln übernehmen kann und übertragen ihm Befugnisse und Verantwortung.
  • Im Rahmen seiner Aufgabe entscheidet der Mitarbeitende selbstständig und entwickelt Ideen und Lösungsvorschläge für vielfältige Anforderungen. Indem er seine Entscheidungen selbst verantwortet, wird er in die unternehmerischen Entscheidungsprozesse eingebunden und gestaltet das Unternehmen im umfänglichen Sinne mit.
  • Zeitnahe und nachvollziehbare Entscheidungen sind Voraussetzung für nachgeordnetes Handeln. Wesentliche Entscheidungen sind transparent und werden rechtzeitig kommuniziert. Dabei sind bei jeder Einzelentscheidung die Gesamtkonsequenzen zu berücksichtigen.

    4. Wir informieren uns rechtzeitig und umfassend
  • Als Führungspersonen und Mitarbeitende tauschen wir die zur Erledigung unserer Aufgaben notwendigen Informationen gegenseitig, regelmäßig, rechtzeitig und umfassend aus.
  • Bei aller Beachtung formeller Dienstwege fördern wir eine offene und direkte Kommunikation. Unser Denken und Handeln endet nicht an Abteilungsgrenzen – insbesondere wenn organisationsübergreifende Belange dies erfordern. Im Mittelpunkt stehen die Ziele und der unternehmerische Erfolg der gesamten Stiftung.
  • Wir respektieren Grenzen der Informationspflicht wie z. B. Schutz der Privatsphäre, Schutz der persönlichen Daten, vertraulich gekennzeichnete Informationen.

    5. Wir lernen und bilden uns umfassend weiter
  • Eine systematische Aus-, Fort- und Weiterbildung fördert gleichermaßen Mitarbeitende wie Führungspersonen, so dass die Begabungen und Fähigkeiten des Einzelnen gezielt berücksichtigt und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
  • Wir streben an, jeden Mitarbeitenden entsprechend seinen Fähigkeiten und Neigungen optimal einzusetzen. Dafür sind die entscheidenden Auswahlkriterien seine fachliche, soziale und diakonische Kompetenz.
  • Führungsnachwuchs führen wir gezielt an künftige Führungsaufgaben heran. Das tun wir abteilungs- und einrichtungsübergreifend. Die persönliche Entwicklung wird in regelmäßigen Abständen anhand festgelegter Kriterien beobachtet.

    6. Wir überprüfen und verbessern unsere Arbeit kontinuierlich
  • Wir optimieren unsere Dienstleistungen kontinuierlich für unsere Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner und alle Mitarbeitenden. Auch im Alltag sind uns Menschlichkeit und Zuwendung ein wichtiges Anliegen.
  • Im Qualitätsmanagement werden Strukturen, Prozesse und Ergebnisse ständig überprüft und neuen Situationen angepasst. Das Ideenmanagement fördert Kreativitätspotenzial und Ideenreichtum. So verbessern wir unser Handeln kontinuierlich und stimmen es ab auf die Bedürfnisse der sich uns anvertrauenden Menschen.
  • Durch Instrumente wie Risiko- oder Beschwerdemanagement sind wir in der Lage, Fehler zu korrigieren. Denn wir nutzen diese als Lernchancen, die der gemeinsamen Qualitäts-verbesserung dienen.

    7. Wir beobachten unsere Leistung selbstkritisch und
    sind Anregungen gegenüber aufgeschlossen

  • Wir reden miteinander. Zur ständigen Verbesserung unserer Leistungen nehmen wir Kritik an und geben uns gegenseitig Rückmeldung. Dabei helfen uns festgelegte Regeln.
  • Wir sind Anregungen gegenüber aufgeschlossen und lassen andere Meinungen unabhän-gig von der Person und ihrer hierarchischen Stellung im Unternehmen gelten. Hierüber fördern wir den offenen Austausch.
  • Konflikte werden bei uns offen angesprochen und im Rahmen des Konfliktmanagements bearbeitet. Wir verstehen unterschiedliche Meinungen als Chance und Kontroversen als Möglichkeit, neue Lösungswege zu finden.

    8. Wir verpflichten uns zu nachhaltigem unternehmerischem Handeln
  • Unser Handeln und Entscheiden steht im Spannungsfeld von Ökonomie und Diakonie. Deshalb führen wir einen ständigen ethischen Diskurs und machen Entscheidungen unter ethischen Gesichtspunkten transparent.
  • Mit dem gezielten und schonenden Einsatz von zur Verfügung stehenden Mitteln schaffen wir eine nachhaltige wirtschaftliche Effizienz und Effektivität. Erträge dienen der Optimierung der Betreuung und Behandlung von sich uns anvertrauenden Menschen. Operative Vereinbarungen halten wir ein, Abweichungen begründen wir.
  • Wir verstehen Wirtschaftlichkeit als ein Gleichgewicht zwischen Zielerreichungsgrad und Ressourcenverbrauch. Dabei suchen wir nachhaltigen Erfolg und nicht kurzfristige Effekte. Deshalb fließen quantitative und qualitative Aspekte wirtschaftlichen Handelns in unsere Entscheidungen ein.
     
     
     

     

       

     

    zurück  
    nach oben
      Henriettenstiftung | Marienstraße 72-90 | D-30171 Hannover | Telefon: (0511) 289-0 | Fax: (0511) 289-2000